Hufeland-Schule
(Integrierte Sekundarschule)
Berlin Buch (Pankow)

Im Jahre 2015 haben wir uns ein neues Medienkonzept erstellt:

  

Medienkonzept

 

Hufeland-Schule (ISS)

Berlin-Buch

Walter-Friedrich-Str. 16-18

13125 Berlin

 

 

I.      Leitlinien

 

Das Medienkonzept der ISS muss fünf Hauptaspekte (Medien und Unterricht) berücksichtigen:

  1. Der professionelle Einsatz von Medien im Unterricht dient der abwechslungsreichen, interessanten und äußerst anschaulichen Wissensvermittlung. Hiermit ist gemeint, dass dem Lehrer vielfältige Medien zur Gestaltung des Unterrichts zur Verfügung stehen.
  2. Der sichere Umgang mit IT-Technik ist zunehmend als vierte Kulturtechnik zu betrachten. Dazu ist die Unterweisung und Ausbildung in diesem Bereich zu intensivieren. Einen qualitativ hochwertigen Umgang erlernen die Schüler im ITG-Kurs des WAT-Unterrichtes. Da die Bedeutung dieses Teilbereiches weiter, in Umfang als auch Inhalt, zunehmen wird, müssen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden.
  3. Gerade im Bereich der ISS ist eine ausgeprägte Binnendifferenzierung in allen Fächern notwendig. Ein gutes Hilfsmittel können dabei PC-Einzelarbeitsplätze in den Klassen- und Fachräumen bilden. Diese müssen folgende Voraussetzung erfüllen: In Abhängigkeit vom nutzenden Schüler müssen Arbeitsaufgaben festgelegt werden können und deren Erfüllung kontrollierbar sein. Die Arbeitsplätze müssen über alle notwendigen Ein- und Ausgabegeräte verfügen. Bild- und Tonwiedergabe sind selbstverständlich. Auch ein Ausdruck muss möglich sein (Produktbezogenheit der Lerntätigkeit). In Sinne der inklusiven Schule müssen sich diese Arbeitsplätze auch an individuelle Behinderung von Schülern anpassen lassen (Hör- oder Sehschwache oder auch Körperbehindert).
  4. Die Hufeland-Schule ist eine Ganztagsschule mit MINT-Schwerpunkt. Den SUS müssen ausreichend IT-Arbeitsplätze für die SAS und individuelle Arbeit im Mittagsband zur Verfügung stehen.
  5. Da auch die Lehrer im Ganztagsbetrieb arbeiten, müssen gut ausgestattete Lehrer-Arbeitsplätze in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Diese, zur Vor- und Nachbereitung dienenden Arbeitsplätze können nicht in Unterrichtsräumen liegen. Den Kollegen müssen geeignete Arbeitsplätze zur Verfügung stehen an denen sie
  6. ihren Unterricht planen und organisieren können, auch den Einsatz auf Medien
  7. ihren organisatorischen Tätigkeiten nachkommen können
  8. sie Zugriff sowohl auf das Education-, als auch das Goverment-Netz haben.
  9. Zugriff auf Materialiensammlungen haben
  10. Zugriff auf Dokumente und Formulare haben
  11. auf elektronischen Wege untereinander oder mit der Fach- oder Schulleitung kommunizieren können
  12. über Raumplanung oder Unterrichtsplanung informiert werden (Vertretungsplan)
  13. drucken können

 

Für die Steuerung des Medieneinsatzes gelten folgende Grundsätze: Für den Lehrer soll der Medieneinsatz möglichst mit geringem Zeitaufwand, einsatzsicher und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand geschehen. Im Klartext: Ein Lehrer soll sich auf seine Schüler konzentrieren können und nicht mit der aufwendigen Bedienung von Technik beschäftigt sein. Es müssen die Möglichkeiten geschaffen werden, dass jeder Lehrer von seinem bevorzugten Vorbereitungsarbeitsplatz den Medieneinsatz planen und vorbereiten kann.

Folgende zwei Aspekte haben nicht direkt mit dem Unterricht zu tun. Für das Funktionieren einer Schule sind sie dennoch notwendig und müssen im Medienkonzept berücksichtigt werden:

14. In einem Schuljahr gibt es traditionell wiederkehrende Höhepunkte (Schülerversammlungen, Schulfeste, Prüfungen, Schulaufführungen, Zeugnisausgaben u.s.w.). Hierfür müssen geeignete Räume und die dazugehörige Technik zur Verfügung stehen, die sich idealerweise nahtlos in das Gesamtkonzept einfügen.

15. Alle vorangegangenen Aspekte sind wirkungslos, wenn nicht alle Kollegen über einen notwendigen Ausbildungsstand verfügen. Deshalb ist eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung in diesem Bereich zu gewährleisten.

 

II.   Medien und Räume

 

Alle modernen  Medien sind heute in der Regel vernetzt und verfügen oftmals über Anschlüsse für PC, Tablet oder Laptop. Ein konservativer Bestand  (Overhead-Projektoren, transportable CD-Player, Videorecorder und Fernseher) an Medien ist vorhanden, hier muss ggf. modernisiert und im geringem Umfang Ersatz angeschafft werden. Beschallungsanlagen für Mensa und Schulhof sind vorhanden. Auch hier muss ggf.  Ersatz beschafft und modernisiert werden (Funkmikrofone). Der Neubau der Schulaula muss mit einer fest installierten Licht- und Beschallungsanlage ausgestattet sein. Details dazu werden in einer separaten Anlage erläutert.

Kernstück aller IT-Medien bildet der SBE/Bechtle-Server mit der entsprechenden Logo Didact –Software und Rembo/mySHN. Das Windows 7-Standard-Berlin-Image ist für alle PC zunächst ausreichend. Diese Ausstattung berücksichtigt alle, in den Leitlinien zu berücksichtigenden Aspekte. Außerdem ist sie leicht zu warten und zu administrieren. Die technischen Aspekte der Vernetzung und die notwendige Infrastruktur werden separat erläutert

Alle Klassen- und Fachräume sollen über eine weitestgehend einheitliche Grundausstattung verfügen. Zu dieser Grundausstattung gehören 4 Schüler-PC in der Medienecke und 1 Lehrer-PC. Die weitere Durchsetzung der „Kreidefreien Schule“ halten wir für wünschenswert. Alle Geräte müssen über einen LAN-Zugang verfügen – WLAN oder DLAN ist nicht empfehlenswert, da sowohl die Verbindungsstabilität als auch die Fernadministration/Wartung nicht gewährleistet ist. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind Teile der Schule per Power-LAN/DLAN vernetzt. Obwohl hochwertige Komponenten zum Einsatz kamen, hat sich der Einsatz dieser Technik als vollkommen untauglich erwiesen. Die Ausfallquote liegt bei ca. 5% oder einem Klassenraum täglich. Zur Vernetzung werden also pro Raum je 3 Doppel-LAN-Dosen empfohlen. Eine in der Nähe des Lehrertisches und zwei im Bereich der Medieninsel. Diese sollte nicht das Kernstück der Klassenraumgestaltung darstellen, um hier eine räumliche Trennung der binnendifferenzierten Schüler herzustellen. Die Doppel-LAN-Dose am Lehrertisch bietet die Möglichkeit, neben dem Anschluss des Lehrer-PC weitere LAN-fähige Geräte flexibel oder zukünftig anzuschließen (Whiteboard, Drucker oder SMART-TV). Für eine ausreichende Anzahl an  220 V-Steckdosen in der Nähe der beiden IT-Bereiche ist ebenso zu sorgen, wie für das entsprechende Mobiliar. Ausführungen zum Thema DRUCKEN finden sich in einem gesonderten Abschnitt am Ende des Kapitels.

Das Aussehen eines Standardraumes wird in einer Anlage visualisiert.

Fachräume (MINT+Gesellschaftswissenschaften): Neben einer  konservativen Grundausstattung sind die Fachräume mit zusätzlicher Medienausstattung zu versehen. Hier halte ich den  generellen Einsatz von Whiteboards inkl. Dokumentenscanner für erforderlich. Wünschenswert wäre die Ausstattung mit einem halben Klassensatz Tablet-PC oder Notebooks.

In allen anderen Fachräumen empfiehlt sich eher der Einsatz von SMART-TV mit Bildschirmdiagonalen von 109 cm. Diese werden vernetzt und als zusätzlicher Monitor am Lehrer-PC angeschlossen. Dieser sollte über ein Blu-ray-Laufwerk und leistungsfähige Boxen verfügen. Ohne großen Aufwand lassen sich auf diese Weise z.B. Lehrfilme vorführen. Diese Ausstattung empfiehlt sich für den Einsatz sowohl für Kunst- und  Sprachräume. Im Musikraum müssen natürlich qualitativ hochwertigere Soundkomponenten (Soundkarten 5.1 und Raumklangboxen) und ein entsprechend angepasster PC zum Einsatz kommen.

Alle Fachräume verfügen über einen WLAN-Accesspoint, der über einen WPA2-Enterprise-Modus verfügt. Die SBE/Bechtle-Server verfügen über sehr gute Absicherungsmöglichkeiten des Zugangs.

 

Die Schule muss über drei IT-Fachkabinette verfügen.

Zwei der drei Kabinette sind wie folgt auszustatten:

1 Lehrer-PC

20 Schüler-PC

1 Whiteboard mit Steuer-PC

1 Farblaserdrucker (Netzwerk)

1 Schwarz-Weiß-Laserdrucker (Netzwerk)

1 Scanner

1 digitaler Fotoapparat

1 Tintenstrahldrucker

Das dritte Kabinett verfügt über zusätzliche 10 Schüler-PC, so dass eine gesamte Klasse im Raum unterrichtet werden kann.

Alle PC sind vernetzt und die entsprechende Elektroinstallation ist vorhanden. Ein IT-Kabinett verfügt über einen verschließbaren Vorbereitungsraum. Hier befinden sich die Kernstücke der Vernetzung, der Server, der Router (d.h. der DSL-Anschluss sollte hier auch sein), die HUBs und ein PC für den Systemadministrator.  Der Raum sollte über Lagermöglichkeiten für Verschleißteile und Druckertoner verfügen und einen Montagearbeitstisch für Kleinreparaturen an der IT-Technik. Da dieser Raum gut gesichert und nicht für jeden zugänglich ist, wäre er auch ideal als Lagerraum für spezielle sonstige Medientechnik geeignet, die nicht permanent im Einsatz ist (Mikrofon, Verstärker, Medienwagen, Kassettenrecorder, Overheadprojektoren, einzelne Laptops, Beamer u.ä.).  

Die IT-Fachkabinette sollten auch im Mittagsband und in der SAS genutzt werden.

Lehrerzimmer und Vorbereitungsräume: Für die Organisation und Vorbereitung sollten geeignete Lehrerarbeitsplätze zur Verfügung stehen. Außer den Lehrer-PC in den Klassenräumen sind dazu zusätzliche Arbeitsplätze notwendig. Das Lehrerzimmer und weitere  separate  Räume (z.B. Bibliothek) sollten über je zwei Lehrerarbeitsplätze verfügen. Jeweils ein vernetzter Farblaser als auch ein Schwarz-Weiß-Laser (Duplexfähig und A3-Druck) gehören dazu. Hier können Unterrichtsmaterialien erstellt, Verwaltungsarbeiten durchgeführt und ggf. Zeugnisse, Elternbriefe u.a. ausgedruckt werden. Diese Lehrerzimmerarbeitsplätze werden standardmäßig im Education-Netzwerk eingebunden, damit auch von hier individuelle Arbeitsaufgaben vorbereitet und kontrolliert werden können. Die Arbeitsplätze in der Nähe der Verwaltungsräume werden in das Goverment-Netzwerk eingebunden. Hier können Arbeiten durchgeführt werden, für die die entsprechenden datenschutzrechtlichen Besonderheiten bestehen (Erstellen von Zeugnissen, Gutachten, Arbeiten an der Schulwebseite). Zusätzliche Lehrerarbeitsplätze in  Vorbereitungsräumen sind wünschenswert.

Drucken: Die IT-Räume verfügen über alle notwendigen Drucker. Auch in den anderen Fach- und Klassenräumen soll das Drucken möglich sein. Jeden Fach- und Klassenraum mit einem Drucker auszustatten wäre aus ökonomischer und ökologischer Sicht unsinnig. Außerdem verursachen Drucker einen hohen Wartungsaufwand und hohe Betriebskosten und sind ggf. gesundheitsschädlich. Dafür bietet sich folgende Lösung an. In jedem Schulhausbereich befinden sich Vorbereitungsräume. Diese sind von den Kollegen der umliegenden Fach- und Klassenräume betretbar (Schlüsselfrage). Hier werden netzwerkfähige Laserdrucker aufgestellt, die von den jeweils umliegenden Fach- und Klassenräumen angesteuert werden können. Hier könnten auch zusätzlich separate IT-Lehrerarbeitsplätze eingerichtet werden. Von den Lehrer-PC in den Fach- und Klassenräumen sind außerdem Ausdrucke auf den Farblasern in den IT-Kabinetten oder dem Lehrerzimmer möglich. Bei einer Vereinheitlichung der Drucktechnik hält sich somit der Wartungsaufwand in vertretbaren Grenzen. Kosten, Aufwand und Nutzen dieser Drucklösung sind vertretbar.  

Projektraum/SAS: Alle Klassen führen mehrmals jährlich Projekttage mit verschiedenen Themenstellungen durch. Dabei kommen verschiedenste Medien zum Einsatz. Für die Durchführung solcher themenbezogener Projekttage ist ein Projektraum notwendig. Dieser Projektraum sollte über folgende Ausstattung verfügen: 1 Whiteboard mit Steuer-PC und leistungsfähiger Soundanlage, 1 Laptopwagen mit 30 Laptops, 1 netzwerkfähiger Farblaser, 1 Accesspoint für den WLAN-Zugang und  Verdunklungsmöglichkeit. Dieser Raum sollte über flexible Möblierung verfügen. Dieser Raum kann außerdem als Versammlungsraum und als Raum für Fort- und Weiterbildung genutzt und ggf. als Schulungsraum auch vermietet werden. Die Laptops können bei Bedarf auch in Räumen zum Einsatz kommen, die standardmäßig nicht über eine IT-Ausstattung verfügen. Das betrifft z.B. den Schulhof, die Turnhalle, die verschiedenen Werkstätten und die Küche, die Cafeteria,  und den Freizeitbereich. Die Schule sollte deshalb über ein lückenloses WLAN-Netz verfügen, das über mehrere Accesspoints in geeigneten Klassen- oder Vorbereitungsräumen realisiert wird. Die Sicherheit wird über einen WPA2-Enterprise-Zugang und die Nutzung des Bechtle-Servers als Radiusserver gewährleistet.

Die Schulaula oder die Schüler-Bibliothek sollten als Projektraum ausgestattet werden. Die Schüler-Bibliothek, der Freizeitbereich und die Schulstation sollten über insgesamt 20 Schüler-PC-Arbeitsplätze verfügen. Die im ganzen Schulbereich vorhandenen Gruppenräume werden ebenso mit jeweils 8 Schüler-PC-Arbeitsplätze ausgestattet.

 

 

III Technische Aspekte und Infrastruktur

 

In der Hufeland-Schule sind vielfältige Neu- und Umbauten geplant. Das Medienkonzept sollte dabei unbedingt berücksichtigt werden.  Infrastrukturmaßnahmen, die mit geringem Kostenaufwand beim Neubau durchgeführt werden können, kosten beim nachträglichen Einbau ein Vielfaches mehr bzw. sind mitunter gar nicht mehr möglich.

 

Der Campus Hufeland-Schule besteht aus 4 Gebäudeteilen und Verbindungsgebäuden – dem Hauptgebäude, der Sporthalle, dem MUR-Gebäude Bestand und dem MUR-Gebäude Neu. Dazwischen liegen die geplante Aula und die Bibliothek.

 

Kernstücke der gesamten Vernetzung bilden die Serverräume im Hauptgebäude. eGoverment und eEducation-Server stehen in getrennten Räumen und verfügen über getrennte leistungsfähige Internetzugänge.

 

Verwaltungsnetz

Der eGovermet-Server muss lediglich mit den Verwaltungsräumen im Erdgeschoss des Haupthauses und mit den Arbeitsplätzen der Schulsozialarbeit im 1. OG  vernetzt werden.

Die Vernetzung erfolgt über CAT6-Kabeln und Gigabit-Netzwerk. Patchfelder und Switches werden auf den jeweiligen Etagen installiert – es bieten sich verschließbare Schränke in den Teeküchen an.

 

Bildungsnetz

Zunächst sind die vier Gebäudeteile zu vernetzen. Diese Vernetzung erfolgt parallel zur Signaltechnik der Schule und der Telefonleitungen. Auf Grund der Entfernungen empfiehlt sich die Vernetzung durch Glasfaserkabel. Ausgehend vom Serverraum im Keller des Haupthauses werden drei Glasfaserverbindungen in die Nachbargebäude hergestellt.

 

Haupthaus

Da die IT-Unterrichtsräume diagonal zum Serverraum liegen, empfiehlt sich ebenso eine Glasfaservernetzung vom Serverraum zum Informatik_1 – Raum im 3. OG des Hauptgebäudes. Hier werden bzw. sind die Patchfelder für die IT-Fachräume installiert. Die 3 restlichen Räume im 3. OG werden ebenfalls von hier aus angeschlossen.

Alle anderen Räume werden Serverraum im Kellergeschoss vernetzt. Ein großer Teil der vorhandenen Vernetzung kann genutzt werden. Alle Räume des 2. OG und des EG  werden in Patchfeldern in den kleinen Räumen links vom rechten Treppenhaus vernetzt. Diese Räume bereits über eine Netzwerkverbindung zum Serverraum. Im 1. OG wird das Patchfeld in einem der Nawi/Bioraum installiert. Auch dieser verfügt bereits über eine Verbindung zum Serverraum.

Das Kellergeschoss ist vollständig vernetzt. Aula und Bibliothek werden vom Patchfeld im Erdgeschoss versorgt.  Die gesamte In-Haus-Vernetzung erfolgt über CAT6 mit aktiven Gigabit-Switches.

 

MUR-Neu

Das Glasfaserkabel im MUR-Neu endet im Sammlungsraum im Erdgeschoss. Von hier steigt das Netzwerk in die oberen Etagen auf. Die Patchfelder und Switches werden in diesen Sammlungsräumen installiert. Von hier aus erfolgt die etagenweise Vernetzung der übrigen Räume.

 

MUR-Bestand

Bei den anfallenden Bauarbeiten kann das MUR-Bestandgebäude und die Sporthalle ebenfalls mit einer Glasfaser-Verbindung zum Haupthaus ausgestattet werden.  Da Telefonleitungen zu den Gebäuden bestehen, sollte der Schiebung eines Glasfaserkabels nichts im Wege stehen. Im MUR-Bestand sollte das Glasfaserkabel im kleinen Lehrerzimmer (7 m²) enden. Von hier aus erfolgt der Aufstieg in die darüber liegenden Räume in denen dann die jeweiligen Patchfelder installiert werden. Von hier aus wird etagenweise vernetzt.

In der Sporthalle sind die Lehrervorbereitungsräume zu vernetzten.

 

 

 

 

Im Januar 2018 haben wir unser Medienkonzept evaluiert und fortgeschrieben:

 

Evaluation und Fortschreibung des Medienkonzept

 

Hufeland-Schule (ISS)

Berlin-Buch

Walter-Friedrich-Str. 16-18

13125 Berlin

  

 1. Evaluation

Bei der Umsetzung unseres Medienkonzeptes haben sich zwei Entwicklungsschwerpunkte herauskristallisiert, die sowohl im Inhalt, als auch in der technischen Umsetzung grundsätzlich unterschieden werden müssen:

 

- das Bildungsnetz

- das Verwaltungsnetz

 

1.1  Das Bildungsnetz

 

Die Hufeland-Schule verfügt mittlerweile über mehr als 200 Geräte im Bildungsnetz. Dazu gehören:

 

23 Smartboards inkl. dazugehörigem PC und Dokumentenkamera

2 Laptopwagen mit je 16 Laptops

76 Schülerarbeitsplätze in 5 PC Arbeitsräumen/Lernwerkstätten

1 zentraler Bildungsserver

1 zentraler Medienserver

12 Einzel-PC bzw. Laptops in verschiedenen Werkstätten

8 Netzwerkdruckern

4 Beamer

 

d.h. auf 4-5 Schüler kommt 1 Schüler-PC.

 

Die quantitative Ausstattung ist somit ausreichend. Alle drei Gebäudeteile sind flächendeckend stabil und leistungsfähig miteinander vernetz – sowohl per LAN, als auch per Glasfaser und WLAN. Fast alle Räume verfügen über interaktive Whiteboards ink. dazugehörigem, leistungsfähigen Multimedia-PC und Dokumentenkameras. Die angedachte Ausstattung mit SMART-TV kann dadurch entfallen. Jeder Rechner verfügt über einen Zugang zum Internet. Die Kontrolle übernimmt dabei das  Kernstück unseres Bildungsnetzes, der Bildungsserver (LOGODIDACT von SBE Bechtle). Er bietet, neben der Nutzerverwaltung und Administration, vielfältige didaktische Möglichkleiten und die Möglichkeit für selbstheilenden Arbeitsstationen. Dadurch liegt der administrative Aufwand in vertretbaren Grenzen, jedoch immer noch weit über dem zugemessenem Stundendeputat.

Über das EGoverment-Programm konnten wir ausserdem einen zusätzlichen leistungsfähigen Server erhalten. Auf diesem haben wir m.h. von Open-Source-Software einen Medienserver aufgebaut. Im Rahmen der Erarbeitung unseres schulinternen Curriculums werden auf diesem Server mediale Unterrichtsbestandteile abgelegt. In einem geschütztem Bereich (Zugang nur für Lehrerinnen und Lehrer) werden hier außerdem Materialssammlungen der einzelnen Fachbereiche digital aufbewahrt. Außerdem wird eine Materialsammlung für SAS und Vertretungsstunden auf diesem Server entwickelt.

Lehrerinnen und Lehrer können sich für das Bildungsnetz einen Fernzugang (über VPN) anlegen, um auch von zu Hause auf Unterrichtsmaterialien zuzugreifen.

Außerdem verfügen wir über drei Lehrerarbeitsplätze im einem Lehrerarbeitsraum. Zusätzlich wurden die Fachbereiche und die Jahrgangsteams mit Laptops ausgestattet, so daß eine ungestörte Unterrichtsvorbereitung gewährleistet werden kann.

Die acht Netzwerkdrucker sind so in den Gebäudeteilen verteilt, dass jeder Lehrer und auch jeder Schüler mit einem vertretbaren Aufwand Ausdrucke seiner fertigen Arbeiten herstellen kann. Jedoch ist durch die servergestützte Vernetzung und die Komplettausstattung mit interaktiven Whiteboards ein Ausdruck oftmals gar nicht notwendig, da die Schülerarbeiten problemlos an den Whiteboards demonstriert werden können. Das Druckaufkommen im Bildungsnetz liegt bei ca. 6000 Seiten pro Jahr für die gesamte Schule.

Die Einbindung von Privatgeräten der Lehrer (BYOD) ins Bildungsnetz wurde gewährleistet.

 

Die beiden Laptopwagen wurden erst im letztem Jahr angeschafft. Sie kommen im Erdgeschoß und in der 2. Etage des Hauses D zum Einsatz. Anfängliche Probleme mit der WLAN-Einbindung der Laptops, wurden durch den Einsatz neuer leistungsstärkerer Accesspoints gemindert. Der Einsatz erfolgt in allen Unterrichtsfächern und durch fast alle Kolleginnen und Kollegen. Durch die hohe Flexibilität (kein Raumwechsel der Schüler nötig) werden sie häufiger benutzt als die eingerichteten Fachkabinette. Ein zentrales Raumbuchungssystem erleichtert die Korrdination des Einsatzes.

 

Durch den Einsatz der Laptop-Wagen und dem freien Zugang auch während der SAS zum Raum D201 kann die angedachte Einrichtung einer Multimedia-Insel pro Klassenraum entfallen. Eine probeweise eingerichtete Insel im Klassenraum der 9.3/10.3 wurde wenig genutzt und hat sich nicht bewährt. Der flexible Einsatz der Wagen erübrigt auch die Einrichtung eines Projektraumes/SAS.

 

 

1.2 Das Verwaltungsnetz

 

Der Ganztagsbetrieb und die 4 Gebäude unserer Schule erschweren ungemein die innerbetriebliche Kommunikation auf klassischem Wege. Das „schwarze Brett“ vor dem Sekretariat, das persönliche Gespräch im Lehrerzimmer und der Vertretungsplan im Foyer sind bei dieser Schulkonstellation  als Informationsquellen und Kommunikationsmöglichkeiten nicht mehr ausreichend. Manche Kolleginnen und Kollegen sehen sich, auf Grund unterschiedlicher Arbeitszeiten oder Arbeitsorten lediglich bei Dienstversammlungen. Der Vertretungsplan oder andere Informationen müßten per Bote in allen vier Gebäuden verteilt werden. Die Vielzahl an organisatiorischen Aufgaben eines Ganztagbetriebes erfordert außerdem einen enormen Verwaltungsaufwand.

Deshalb haben wir in unserer Schule das servergestütztes Verwaltungsnetz aufgebaut.

 

Zum Verwaltungsnetz gehören:

 

1 Server, 9 feste PC Arbeitsplätze, 8 Drucker und 2 Newspoint-Display. Drei der PC-Arbeitsplätze sind für alle Kolleginnen und Kollegen benutzbar und befinden sich in separaten Arbeitszimmern, die anderen 6 sind personengebundene Arbeitsplätze der Schulleitung und Verwaltung. Außerdem verfügen alle Sonderpädagogen über ein Laptop mit Zugang zum Verwaltungsnetz. Die Laptops der Jahrgangsteams und Fachbereiche können wahlweise ins Verwaltungsnetz oder ins Bildungsnetz eingebunden werden. Die Inhaber von Funktionsstellen können auch Privatgeräte ins Verwaltungsnetz einbinden lassen. Wie verfügen damit derzeitig über 25 Endgeräte mit denen eine Arbeit innerhalb des Verwaltungsnetzes möglich ist, d.h. auf 2 Mitarbeiter kommt ein Verwaltungs-PC. Die quantitative Ausstattung ist somit ausreichend.

 

Alle Computer im Verwaltungsnetz verfügen über einen Internetzugang und haben die Möglichkeit, mit vertretbarem Aufwand, auf einem der Verwaltungsnetz-Druckern Ausdrucke anzufertigen (Farbe, A3 und A4, beidseitig). Ein Fernzugang zum Verwaltungsnetz ist ausdrücklich nicht möglich.

Das Verwaltungsnetz ist in zwei von 4 Gebäuden erreichbar. Die Vernetzung ist physikalisch getrennt vom Bildungsnetz und erfolgt über LAN, Glasfaser und WLAN.

 

Der Server wurde mit Open-Source-Software aufgebaut. Er übernimmt die Identifikation und Adminstration der Zugänge zum Verwaltungsnetz (Geräte und Nutzer) und stellt außerdem jedem Nutzer servergestützten Speicherplatz zur Verfügung. Bestimmte Bereiche unseres Servers dienen dem kollegialen Materialaustausch (Lehreraustausch), der Entwicklung und Dokumentation des schulinternen Curriculums (SchiC) und der Weitergabe wichtiger Formulare, Informationsschriften und Plänen (Kenntnis und Weitergabe). Der Server regelt dabei sowohl die Zugänge zu den jeweiligen Bereichen, als auch die nutzerabhängigen Lese- und Schreibrechte. Auf dem Server befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Musterbriefen und Musterformularen und alle , für den Schulbetrieb notwendigen Rechtsvorschriften. In einem speziell geschützem Bereich (Verwaltung/Schulleitung) werden Verwaltungsaufgaben koordiniert. Unsere zentralisierte Zeugniserstellung läuft ebenso auf ihm.

 

Peripherer Bestandteil unseres Verwaltungsnetzes ist der Newspoint-Server der Firma RHC und unser Webserver bei Variomedia. Dadurch fallen zusätzliche Kosten von ca. 200 Euro/Jahr an.

 

Über den Newspoint-Server, den dazugehörigen Displays und eine Handy-App werden alle dringlichen Informationen an Lehrer, Schülern aud Eltern weitergegeben. Hier werden nicht nur die Vertretungspläne veröffentlicht, sondern auch Bücherlisten, AUA-Plänen oder andere wichtige Informationen.

 

Auf dem Webserver bei Variomedia wird unsere Internetpräsenz hufelandschule.berlin gehostet. Durch die, im Hostingpaket enthaltenen eMail-Postfächern,  erhält jeder Mitarbeiter seine persönliche Dienstmailadresse. Über diese Dienstmailadresse läuft ein großer Teil der innerbetrieblichen Kommunikation. Außerdem ist auch jeder Mitarbeiter über seine jeweilige Adresse von Eltern oder Externen (z.B. Projektanbietern, Jungendhelfern e.t.c.) erreichbar. Um den Mailverkehr zu erleichtern, werden die Kolleginnen und Kollegen durch den Adminstrator Empfängergruppen mit Sammelmailadressen zugeordnet. So sind z.B. alle Mitglieder eines Jahrganges oder eines Fachbereiches unter einer zentralen eMail-Adresse erreichbar, die Verteilung auf die persönlichen eMail-Postfächer erfolgt automatisiert. Somit ist sichergestellt, dass alle relevanten Informationen, alle entsprechenden Empfänger erreicht. In äußerst wichtigen Fällen werden eMails mit Empfangs- und/oder Lesebestätigung verschickt. Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet mindestens 2x pro Woche seine Dienstmails zu lesen. Dazu ist er an jedem internetfähigem Gerät, meist sogar an seinem Handy in der Lage. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei der Einrichtung dieser Empfangsmöglichkeit auf Privatgeräten unterstützt.

 

2. Fortschreibung des Medienkonzeptes

2.1 Standards halten

 

Nachdem die dringlichsten technischen Voraussetzungen erfüllt worden sind (sichere und stabile Vernetztung und quantitative Ausstattung) und die Grundstrukturen der beiden Netzwerke stehen, kommt es nun zunächst darauf an, die Funktionsfähigkeit zu erhalten. Dazu ist eine permanente Erneuerung des Technikbestandes zu gewährleisten. Dabei können wir, in Abhängigkeit von der Lebensdauer der einzelnen Geräte, von folgenden Erfahrungswerten ausgehen:

 

 

Geräteart

Nutzungszeit

Pro Jahr zu erneuernde Stückzahl

Kostenbedarf

PC

10 Jahre

12

4200 €

Laptop

8 Jahre

5

2000 €

Drucker

5 Jahre

3

750 €

Whiteboard

15 Jahre

1

5000 € + 1500 € lfd. Wartung

andere Netzwerkbestandteile

verschieden

unbestimmt

ca. 300 €

 

Da jährlich noch zusätzlich 1000 € für den laufenden Betrieb anfallen (Druckertoner, Kopfhörer, Mäuse u.s.w.) benötigt man zur Erhaltung des erreichten Standards einen Betrag von 14.000,- €. Für eine quantitative Weiterentwicklung besteht dabei nur ein geringer Spielraum.

 

Unter dem Gesichtspunkt der zu erwartenden, jedoch noch immer nicht terminisierten Rekonstruktion weiterer Gebäude, ist die Formulierung langjähriger Entwicklungsziele nur schwer möglich. Bei der Planung der Ausstattung eines Neubaus werden unsere ursprünglichen Raum- und Gebäudeanforderungen weiterhin eine Rolle spielen.

 

Bei den zu erwartenden Bauarbeiten fallen zwei der 5 PC Arbeitsräume/Lernwerkstätten weg. Dadurch verringert sich die Anzahl der Schüler-PC um 32 Stück.  Um den laufenden Betrieb mit den gewohnten Standards aufrecht zu erhalten, müssen Lösungen gefunden werden.

 

Die Erfahrungen beim Einsatz der beiden Laptopwagen waren weitestgehend positiv. Deshalb empfiehlt sich die Anschaffung eines 3. Wagens für die 1. Etage des Hauses D. Zwei der verbleibenden PC Arbeitsräume (D 201 und B 013) können in ihrer Kapazität aufgestockt werden. Dazu können die Geräte und das Mobiliar der Räume A407/A408 genutzt werden. Die Netzwerkanbindungen sind vorhanden. Damit wäre die Stückzahl wieder ausgeglichen.

 

Es empfiehlt sich eine Umstellung des Betriebssystemes der Rechner auf Windows 10. Diese kann relativ kostenneutral erfolgen. Die notwendigen Serverumstellungen werden durch den Bezirk getragen. Lizenzgebühren fallen nicht an, da alle Windows 10 tauglichen Rechner bereits im Zeitraum des kostenfreien Umstieges bei Microsoft registriert wurden. Neuanschaffungen werden meist mit Windows 10-Lizenzen ausgeliefert. Nach Möglichkeit wäre eine Umstellung auf ein modernes Office-System wünschenswert. Die Kosten würden pro Gerät bei ca. 6 € liegen.

 

 

2.2 Neue Ziele

 

  1. SchiC

Beim Einsatz der Technik stellte sich immer wieder heraus, dass die SuS nur über ungenügendes Grundlagenwissen verfügen. Die Nutzung der Medien in unserer Schule setzt, zumindest rudimentäre Kenntnisse, der IT-Infrastruktur voraus (Was ist ein Server?, Warum muss ich mich anmelden? Wo kann ich speichern und wie finde ich es wieder?) Dieses sollte eigentlich in den Grundlagenkursen im Rahmen des ITG-Unterrichtes in Klasse 7 gelegt werden. Das schulinterne Curriculum im Fach ITG muss auf die Erfordernisse unserer Medienstruktur angepasst werden. Es ist sicherzustellen, dass diese Kenntnisse durch ausgebildete Fachlehrer frühzeitig vermittelt werden.

 

  1. Einarbeitungsprogramm

Für neue Kolleginnen und Kollegen muss ein Einarbeitungsprogramm erarbeitet werden, damit sie sich schnell in unserer Medienstruktur zurecht finden und diese professionell einsetzen können.

 

  1. Tabletwagen

Das von SuS am häufigsten genutzte Medium ist das Smartphone. Dieser Tatsache trägt die Schule in keinester Weise Rechnung – außer vielleicht mit dem Verbot des Smartphones im Schulgebäude. Umgang, Handhabung und Nutzung erlernen die SuS ausschließlich innerhalb ihrer Peergroup. Das dabei das Hauptaugenmerk auf Facebook, Whats App, Youtube und Spielen liegt, ist dadurch allzu verständlich. Die sinnvolle Informationsbeschaffung und die ständige Verfügbarkeit von wichtigen Informationen muss den SuS durch die Schule vermittelt werden. Dazu ist jedoch eine kontrollierte Umgebung notwendig. „Bring Your Own Device“ und die Einbindung der Geräte ins Schulnetz ist administrativ nicht zu leisten, didaktisch-methodisch wäre dieser Schritt wohl auch fragwürdig. Teststunden im Rahmen des WPU Informatik haben ergeben, dass a) die technischen Voraussetzungen der Schülergeräten zu unterschiedlich sind und b) als dann die Verbindung zum Netz erst einmal stand, doch nur gezockt und „Whats Up“ und „Youtube“ genutzt wurden – teilweise reflexartig, mit Anzeichen von Suchtverhalten.

 

Die Lösung: Tabletwagen

 

Es gibt bereits gute technische Lösungen für Schultablets. Ein Halbklassensatz würde zum Anfang reichen um a) die SuS zu befähigen sinnvoll mit dieser Art von Geräten umzugehen und b) diese im Rahmen von Projektunterricht zur Informationsbeschaffung und Auswertung einzusetzen. Diese Tablets werden zentral „betankt“ und nur mit den gewünschten Apps versehen. Sowohl die technische als auch die methodisch-didaktische Kontrolle obliegt dem Pädagogen. Die Anschaffung eines Tabletwagens ist auch untzer dem Gesichtspunkt notwendig, dass weltweit die Anzahl an PC und Laptop rückläufig ist, jedoch de Nutzung von Tablets und Smartphones sprunghaft ansteigt. Die „Vollaustattung“ unserer SuS mit Smartphones sollten Anlass genug sein, uns in diese Entwicklung einzuklinken und dieses Potential auch für Bildungs- und Erziehungszwecke auszunutzen.

 

Für einen späteren Einsatz der schülereigenen Smartphones muss ein Reglement erarbeitet werden.